Mit allen Sinnen verstehen – Soziales Lernen in den 2. Klassen

Im März standen in den 2. Klassen unserer Volksschule besondere Stunden zum sozialen Lernen am Programm. Unter der einfühlsamen Anleitung unserer Beratungslehrerin Ute Radakovits setzten sich die Kinder intensiv mit dem Thema „Leben mit Beeinträchtigungen“ auseinander.

An abwechslungsreichen Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler selbst erleben, wie herausfordernd scheinbar einfache Alltagsaufgaben sein können. Ob beim Fortbewegen mit dem Rollstuhl, beim Orientieren mit dem Blindenstock oder beim Ertasten von Formen und Schrift – die Kinder gewannen eindrucksvolle Einblicke in die Lebenswelt von Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Auch Hilfsmittel wie Lego-Braille-Steine wurden kennengelernt und ausprobiert.

Besonders spannend war es für die Kinder, ihren eigenen Namen mit dem Fingeralphabet darzustellen oder einfache Wörter mithilfe von Gebärden zu kommunizieren. Dabei wurde schnell deutlich, wie viel Konzentration, Geduld und Übung notwendig sind, um sich auf neue Kommunikationsformen einzulassen.

Die praktischen Erfahrungen halfen den Schülerinnen und Schülern, sich in die Perspektive von Menschen mit Seh-, Hör- oder Mobilitätseinschränkungen hineinzuversetzen. So wurde nicht nur Wissen vermittelt, sondern vor allem das Verständnis füreinander gestärkt.

Diese wertvollen Eindrücke wurden im Anschluss gemeinsam reflektiert und besprochen. Ziel war es, die Kinder für ein respektvolles, achtsames Miteinander zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie wichtig gegenseitige Unterstützung im Alltag ist.

Ein herzliches Dankeschön an unsere Beratungslehrerin für die engagierte Gestaltung dieser lehrreichen Stunden und die professionelle Aufarbeitung der vielen gewonnenen Erfahrungen!